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Ökumenische Aktion 2013

15.01.2013

Der Fastenkalender kommt im Februar in Ihren Briefkasten. Der Kalender zeigt Geschichten von interessanten Menschen im Süden. Er lädt in der Zeit bis Ostern zum «Fasten» ein: zu persönlichem Verzicht und solidarischem Handeln.

Liebe Aeugsterinnen, Liebe Aeugster

Vielen Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika wird ihre Lebensgrundlage entzogen: Ausländische Regierungen und Grosskonzerne pachten bestes Ackerland für den Anbau von Agrotreibstoff oder den Export von Nahrungsmitteln. Die lokale Bevölkerung verliert das Land, das sie seit Generationen bearbeitet.

Der Kalender sieht hin und beurteilt die oft verborgenen Ungerechtigkeiten im Licht der christlichen Botschaft. Handeln können wir, indem wir die Projekte von Fastenopfer und Brot für alle unterstützen und versuchen, bewusster zu leben - auch zu unserem persönlichen Wohl.

Als Beispiel für die Vielzahl der Projekte, welche Fastenopfer und Brot für alle zusammen mit Partner-Organisationen weltweit unterstützen, haben wir die HEKS-Programme in Indien ausgewählt.

Auch wenn Indiens Volkswirtschaft in den letzten Jahren stark gewachsen ist, profitierten gerade in den ländlichen Gebieten nur wenige von diesem Aufschwung. Landarbeiter sind gezwungen, zu misslichen Bedingungen die Felder anderer zu bestellen und Kleinbauern kämpfen auf kleinsten Flächen um das Überleben ihrer Familien. Durch das indische Kastensystem werden die sozialen Unterschiede zusätzlich verstärkt. Für die Verbesserung der Lebensumstände dieser Menschen handelt HEKS zusammen mit seinen Partner - Organisationen in vier Schritten:

• Unterstützung beim Erwerb von Land und beim Geltendmachen von vorhandenen Landtiteln.
• Förderung einer nachhaltigen und gleichzeitig ertragreichen Landwirtschaft,
insbesondere mit Gemüseanbau und Kleintierhaltung.
• Aufbau von Strukturen zur Direktvermarktung von Produkten und Unterstützung
bei der Gründung von Kleingewerbe-Betrieben.
• Bildung zur Förderung der Kompetenzen der ländlichen Bevölkerung und Aufbau von Basisorganisationen zur effektiven Mitwirkung in der lokalen Politik und zur Einforderung bestehender Rechte.

Zu den begünstigten Personenkreisen gehören unter Diskriminierung leidende Kastenlose (sog. Dalits) sowie Angehörige indigener Volksgruppen (Adivasi) in den südlichen Teilstaaten Indiens. Innerhalb dieser Gruppierungen wiederum werden speziell Frauen gefördert und unterstützt, weil sie unter doppelter Benachteiligung zu leiden haben.
Im Namen der reformierten Kirchgemeinde und der katholischen Pfarrei bitten wir Sie um Ihre Unterstützung.

Pfarrerin Bettina Stephan und Gemeindeleiter Hans Zürcher