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Position der Kirchenpflege

Die Kirchenpflege Aeugst hat inzwischen erste Eckpunkte einer Verhandlungsposition entworfen, mit der sie in die allfälligen Verhandlungen gehen würde. Unter anderem aufgrund vieler Gespräche mit Gemeindegliedern, wie zum Beispiel in den KirchGemeindePlus-Kaffees im letzten Sommer, vertritt die Kirchenpflege Aeugst folgende Position:

„Die Kirche muss im Dorf bleiben“
Wenn wir uns mit anderen Kirchgemeinden zusammenschliessen, soll gelten:

  1. In unserer Kirche wird es immer noch gleich viele Gottesdienste und geben. — KG+ heisst nicht, dass das Konzept von Regionalgottesdiensten weiter ausgebaut oder gar zu Regel wird, oder dass die Kirchen weniger genutzt werden.
  2. Für uns in Aeugst ist ein Pfarrteam zuständig, das man kennt. Diese vielleicht 2-4 Pfarrpersonen sind regelmässig hier präsent, haben je ihre Schwerpunkte, so dass mindestens zu einer von ihnen eine persönliche Beziehung im Sinne „das ist mein(e) Pfarrer(in)“ möglich ist. — KG+ heisst nicht, dass eine unüberschaubare Zahl von Pfarrpersonen für alle und alles im ganzen Bezirk zuständig ist.
  3. Der konfessionelle Unterricht findet in der Primarstufe wie bisher im Ort statt. — KG+ heisst nicht, dass die Kinder und Jugendlichen in neue Untiklassen mit ihnen unbekannten Kindern zusammen gemischt werden und der Unti oder die JuKi dann irgendwo an einem zentralen Ort stattfindet.
  4. Das Pfarrhaus wird von einer Pfarrperson bewohnt oder es ist zumindest ein Pfarrbüro darin. — KG+ heisst nicht, dass es Orte geben wird, wo gar keine Pfarrpräsenz mehr gegeben ist.
  5. Für die Liegenschaften ist eine Kommission vor Ort (aus Mitgliedern vom Ort) zuständig. Sie sind Ansprechpartner für Vermietungen und haben auch weitreichende Kompetenzen was den Unterhalt angeht. — KG+ heisst nicht, dass Aufgaben und Funktionen, wo sachliche und persönliche Ortskenntnisse wichtig sind, professionell zentralisiert werden.
  6. Für Aktivitäten & Programm in Aeugst ist eine Kommission von Aeugst zuständig und hat, zusammen mit dem Pfarrteam, die Kompetenzen zu entscheiden und zu initiieren, was kirchlich im Ort läuft, wie zum Beispiel Flüchtlingsbetreuung, Pfarrhausgartenfest, Basar, Kirchenkaffees, Freiwilligenbetreuung und so weiter. — KG+ heisst nicht, dass jene Aufgaben und Funktionen professionell zentralisiert werden, wo sachliche, politische und persönliche Ortskenntnisse und Beziehungen wichtig sind.
  7. Die politische Struktur ist so, dass die Kirche immer noch bei den Aeugster Gemeindeversammlungen ihren Platz hat, wo die kirchlich für Aeugst Verantwortlichen informieren, Dialog führen, Rechenschaft ablegen und gegebenenfalls für ihre Ämter nominiert werden. — KG+ heisst nicht, dass die örtliche kirchliche Selbstbestimmung aufgehoben und durch eine politische Fernsteuerung ersetzt wird.

Diese sieben Punkte sind weder ein Versprechen noch eine Garantie für eine Fusionsvorlage, aber sie drücken die Haltung und Position aus, mit der die Kirchenpflege in Zusammenschlussverhandlungen einsteigen würde.