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Zur Geschichte unserer Kirche und Gemeinde

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Das Dorf Aeugst und die Wängi waren bis zur Bildung einer selbständigen Kirchgemeinde im Jahre 1667 (Kirchenbau) nach Mettmenstetten kirchgenössig, während es das Aeugstertal mit Müliberg nach Stallikon war.

1667: Bau der Kirche - «eine Schrecknuss»

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Die Kirche wurde 1667, also nach der Reformation und in der Renaissance-Zeit, erbaut.

Ein typisches Merkmal für die sogenannten "reformierten Predigtkirchen" aus dieser Zeit ist die Ausrichtung des Innenraumes auf die Kanzel als liturgischen Zentralort.

Es waren auch militärische Argumente, mit denen der Theologe Hansrudolf Wirz die Kantonalregierung von dem Bauvorhaben der Aeugster Kirche überzeugen konnte.

Der Standort der Kirche wäre «den Feinden im Notfall eine Schrecknuss», schrieb er nach Zürich. - Was für Feinde? In der Schweiz war die Konfessionalisierung noch nicht abgeschlossen und kurz zuvor, 1656, hatte Bern und Zürich im 1. Villmerger Krieg eine Niederlage von den katholischen fünf Orten (LU, UR, SZ, UW, ZG) einstecken müssen. Insbesondere Zürich hatte diesen Krieg angezettelt, um die Bestimmungen des Kappeler Landfriedens von 1531 zu revidieren.

1967: Totalrenovation unter Aufsicht des Bundes

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Bei dieser Gelegenheit wurde ein goldenes Eichhörnchen zuoberst auf die Aeugster Kirchturmspitze gestellt, bis heute eine sehr originelle Windfahne.
Mehr dazu im Artikel "Das Eichhörn-chen", ein Klick weiter oben links.

Die Empore wurde erweitert und bot nun Platz für eine Orgel.

Die Wiedereinweihung der Kirche wurde 1967 mit einer grossen «Chilbi» gefeiert.

Seither wird diese Chilbe alle drei Jahre wiederholt - ein von den Dorfvereinen selber gestalteter Anlass ohne Einbezug von professionellen Schaustellern.

1998-99: Renovation der Kirche

In diesem Zuge wurde das Gemeinschaftsgrab in der Nähe des Haupteingangs erstellt. Die kreisrunde Einfassung aus Stein trägt die Symbole aller Weltreligionen.

1999 erhält der Kirchenraum vorne, gegenüber der Kanzel, vom Kunstmaler Max Rüedi ein neues Wandbild: der brennende Dornbusch. Das Kunstwerk löst in der Gemeinde sehr unterschiedliche Reaktionen aus.

1999: Sturmschaden durch Orkan "Lothar"

Der verheerende Orkan "Lothar" beschädigte am 26. Dezember 1999 das Dach und den Turm der soeben renovierten Kirche. Die Turmspitze war gebrochen und viele Ziegel gelöst. Eine vom Sturm abgerissene Wetterfahne ist lediglich 1764 dokumentiert.