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Konzerte in der Kirche Aeugst

Die nächsten Anlässe:

Orgelkonzert zu Silvester
31.12.2021 um 19:00 Uhr
Ref. Kirche Aeugst am Albis, Viswas Orler, Organist Details
Ein virtuoses Programm für Violine & Gitarre
20.02.2022 um 17:00 Uhr
Ref. Kirche Aeugst am Albis, Sebastian Bohren Details
Konzert des Chor Voskresenije
04.03.2022 um 20:00 Uhr
Ref. Kirche Aeugst am Albis, Chor Voskresenije Details

Orgelstunde für alle

Viswas Orler bietet eine Reihe von Werkeinführungen an. Diese Orgelstunden sind etwas für den Verstand und die Seele. Im folgenden Interview erläutert er, worum es dabei geht.

Hast Du das Konzept «Orgelstunde» selber erfunden?
Nein, das Konzept stammt eigentlich von dem berühmten Organisten und Komponisten Dietrich Buxtehude (1637-1707). Er hat das im Rahmen seiner «Abendmusiken» in der Marienkirche in Lübeck praktiziert.

Da warst Du ja aber nie dabei…
…ich habe dieses Format als Student kennengelernt: beim Organisten der Kathedrale von Trient. Danach habe ich selber solche Orgelstunden in meinen Kirchen in Italien angeboten. Ich möchte diese Tradition pflegen, weil mir daran liegt, dass die Leute etwas mehr über die Orgel und ihre Literatur erfahren.

Du möchtest damit die Orgel und deren Kultur vermitteln?

Ja, ich möchte etwas dazu beitragen, dass auch Nicht-MusikerInnen ein klareres Verständnis gewinnen, wie die klassische Musik, wie die Orgel funktioniert; und auch dass sie sehen können, wie man Orgel spielt. Das ist ja normalerweise auf der Empore nicht so sichtbar.

Wie kann man sich das Programm einer Orgelstunde vorstellen?
Das ganze findet oben auf der Empore statt; das Publikum muss nahe beim Organisten sein, damit sie ihn sehen und hören können. Denn er erklärt und demonstriert an der Orgel, wie ein bestimmtes Stück aus der Orgelliteratur aufgebaut, und zeigt die Elemente und Motive, aus dem es zusammengesetzt – buchstäblich: ‘komponiert’ – ist.

Es geht also eher um Musik-Theorie?
Es ist keine theoretische oder technische Veranstaltung. Ich demonstriere ja alles gleich an der Orgel. Das heisst, man hört und spürt über die Musik direkt, was ich erkläre. — Natürlich kann das Publikum auch Fragen stellen zu dem Stück oder auch generell, zur Orgel und so weiter. Um welches Stück wird es dann gehen? In der ersten Orgelstunde möchte ich Tribut an Buxtehude zollen und mit einem seiner Stücke aus dem Barock beginnen.
Die Idee ist aber, eine ganze Reihe von Orgelstunden anzubieten, sodass wir durch die verschiedenen Epochen vom Barock bis in die Moderne reisen können.

Und wenn wir in der Moderne angekommen sind?
Zum Abschluss spiele ich dann ein Konzert, in dem ich alle Stücke nochmals spiele, die wir in den Orgelstunden analysiert haben. Ich bin sicher: wer in den Orgelstunden dabei war, wird die Stücke anders hören: bewusster und vermutlich mehr darin erkennen und hören.